Solidarität mit Israel – an jedem Tag im Jahr!

Die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas hat nicht lange gezögert, den Konflikt in Jerusalem als Ausrede zu nutzen, um ihre Aggressionen und Angriffe gegen Israel und die israelische Bevölkerung erneut zu intensivieren. In den vergangenen Tagen wurden etwa 1.600 Raketen aus Gaza auf Israel geschossen. Nur den Sicherheitsvorkehrungen des israelischen Staates, wie dem Raketenabwehrsystem Iron Dome, den Warnsystemen und den public shelters überall im Land ist es zu verdanken, dass es bisher nicht noch mehr Todesopfer gab. Dabei darf nicht vergessen werden, dass jede einzelne von der Hamas abgeschossene Rakete der konkrete Versuch ist, Jüd*innen und andere israelische Bürger*innen zu ermorden.
Für uns ist eines ganz klar: Das Existenzrecht Israels bedeutet auch, dass Israel selbstverständlich das Recht hat, sich selbst zu verteidigen, sich gegen die mörderischen Aggressionen zu wehren und die eigene Bevölkerung zu schützen. Dies gilt uneingeschränkt sowohl für die Wehrhaftigkeit gegen die stetigen Auslöschungsfantasien des Irans, aufgrund derer wir uns seit über zehn Jahren als Bündnis zusammenfinden, als auch gegen die mörderischen Angriffe der Hamas. Trotz der Differenzen zwischen dem schiitischen Regime in Teheran und der sunnitischen Hamas sind sich diese in ihrem Hass auf Israel, die USA und den Westen einig. Die Raketen, die die Hamas in den vergangenen Tagen auf israelische Städte geschossen hat, werden mit Hilfe aus dem Iran hergestellt: Teheran unterstützt den Bau der Waffen sowohl finanziell als auch mit dem nötigen Know-How. Hamas-Mitglieder werden zudem im Iran und im Libanon ausgebildet.
Die Reaktionen in der deutschen Presse und vor allem der radikalen Linken auf die Eskalation machen, wie schon bei früheren Konflikten, den antizionistischen Konsens in großen Teilen der deutschen Bevölkerung deutlich.

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Kein Al Quds-Tag! Statement zu der Absage 2021

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Anmeldung für den diesjährigen Al Quds-Marsch am 8. Mai 2021 durch Berlin-Charlottenburg zurückgezogen wurde. Wir als das Antifaschistische Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag haben uns daher dazu entschlossen, nicht weiter zu unseren Protesten gegen den antisemitischen Aufmarsch zu mobilisieren. Stattdessen werden wir euch in den folgenden Tagen über weitere (Gedenk-)Veranstaltungen und Proteste gegen Antisemitismus informieren, die ebenfalls am 8. Mai stattfinden werden und euch auch weiterhin die lesenswerten Beiträge in unserer kürzlich erschienenen Broschüre vorstellen [1].

Gleichzeitig wollen wir die Umstände dieser Absage aus unserer antifaschistischen Perspektive jedoch nicht unkommentiert lassen. Die Akteur:innen des Quds-Marsches folgen in ihrem Handeln offensichtlich vor allem dem islamistischen Regime im Iran, das alle Veranstaltungen zum diesjährigen Quds-Tag ebenfalls vor kurzem mit Verweis auf die Corona-Pandemie abgesagt hatte. Infolge dessen werden sich auch die Veranstaltenden des Berliner Marsches als vermeintlich besonders verantwortungsbewusst präsentieren können [2] und ihre antisemitischen, islamistischen und antifeministischen Botschaften in den sozialen Medien und den Moscheen des iranischen Regimes verbreiten können. Währenddessen werden vor allem aus der deutschen Politik wieder Stimmen laut, die es begrüßen, dass „Berlin dieses Mal politischem Schaden entgangen“ sei und die weiterhin vor allem ein Verbot des jährlichen Aufmarsches fordern.

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Broschüre 2021

Wir freuen uns riesig euch unsere neue Broschüre zum Al Quds-Tag vorstellen zu können. Sie versammelt insgesamt 14 Beiträge rund um den Al Quds-Tag und den Kampf gegen Antisemitismus, Islamismus und Patriarchat. Ihr könnt die Broschüre online auf unserem Blog lesen oder auch in gedruckter Form bei uns bestellen. Gerne verschicken wir auch größere Mengen an euren Infoladen, eure Lesekreise oder Polit-Gruppen.

Kein Al Quds-Tag 2021!

Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus!

8. Mai 2021 um 13:30 Uhr
Antifaschistische Kundgebung
U-Bhf. Adenauerplatz (Berlin-Charlottenburg)

Wie schon seit 25 Jahren wollen auch dieses Jahr am 08. Mai 2021 wieder zahlreiche Anhänger*innen Khomeinis dessen Forderungen auf die Straße tragen. Islamist*innen, rechte Hetzer*innen und linke Antisemit*innen demonstrieren gemeinsam gegen den jüdischen Staat. Sie demonstrieren für eine antisemitische und frauenverachtende Ideologie. Dabei verbreiten sie antisemitische Verschwörungserzählungen und Welterklärungsmuster, wie sie auch im Zuge der globalen Corona-Pandemie wieder eine starke Verbreitung erleben. Darüber hinaus jubeln sie den Schergen der Mullahs in Syrien, dem Irak und dem Jemen zu. Geadelt wird ihr Aufmarsch von der deutschen Außenpolitik. Die Bundesregierung sieht in der Islamischen Republik einen wichtigen Partner und möchte gute Beziehungen pflegen.

Wir wollen diese Zustände nicht unwidersprochen lassen! Deswegen gehen wir am 8. Mai gegen den Al Quds-Tag auf die Straße und werden den Antisemit*innen den Tag vermiesen. Hier findet ihr unseren Aufruf für das Jahr 2021.

 

Flyer-Verteilung am 8. März 2020

Auf der Berliner Demonstration zum Frauenkampftag wurden dieses Jahr mehrere hundert Mobi-Flyer für unsere antifaschistischen Proteste gegen den antisemitischen AlQuds-Marsch verteilt.
Die Teilnehmer*innen wurden über den ideologischen Gehalt und die Geschichte des Propagandamarschs des iranischen Regimes informiert und dazu aufgefordert, sich an den Protesten zu beteiligen.

Wir sehen uns auf der Straße!

Al Quds-Tag 2020

Der diesjährige AlQuds-Marsch wird voraussichtlich am 16. Mai stattfinden. Wir haben Protestveranstaltungen angemeldet und planen derzeit unsere Aktivitäten.
Sollte der Marsch aufgrund der derzeitigen Corona-Entwicklungen abgesagt werden, halten wir euch hier auf dem Laufenden.

Infos und Aktionskarte für den 01. Juni 2019

01. Juni 2019, Berlin, „Gegen jeden Antisemitismus! Kein Al Quds-Marsch
in Berlin!“

Twitter: twitter.com/keinqudstag
Hashtag: #keinqudstag

Zeitplan:

ab 12.00 Uhr | U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße | Auftaktkundgebung des antifaschistischen Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag
ab 13.00 Uhr | U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße | Start der antifaschistischen Demonstration

ab 15.00 Uhr | George Grosz Platz | bürgerliche Kundgebung “Kein Islamismus und Antisemitismus in Berlin – Gegen den Quds-Marsch”

14.30 Uhr | „Al Quds-Marsch“ Auftakt am Adenauerplatz , wahrscheinliche Route über den Kurfürstendamm bis zum Wittenbergplatz

Antifaschistischer Aufruf 2019

Gegen jeden Antisemitismus – Kein Quds-Marsch 2019 in Berlin!

Am 01. Juni 2019 wollen auch in diesem Jahr mehrere hundert Antisemit*innen am sogenannten Al Quds-Tag in Berlin aufmarschieren. Sie demonstrieren für eine Eroberung Jerusalems (arabisch: Al Quds) und die Vernichtung Israels. Der Al Quds-Tag wurde 1979 im Rahmen der Islamischen Revolution im Iran als Feiertag ausgerufen und wird jährlich als Staatsakt am Ende des Ramadan abgehalten. Seitdem dient der Tag der iranischen Führung als islamistische Propagandaveranstaltung gegen den jüdischen Staat. Dabei wird sowohl versucht, sich als Widerstandsbewegung gegen den vermeintlichen Aggressor Israel, als auch den Quds-Tag zum „Kampftag für die Unterdrückten der Welt“ zu stilisieren. Mit der Forderung, dass „die Unterdrückten“ sich ausgerechnet gegen den jüdischen Staat zur Wehr setzen sollen, steht der Al Quds-Tag in einer antisemitischen Tradition: Die Idee einer jüdischen Weltverschwörung, die für alles Übel der Welt verantwortlich sei, ist zentraler Kern antisemitischer Ideologie. Anstatt einer tatsächlichen Solidarität mit Palästinenser*innen und ihren Lebensumständen geht es den Veranstalter*innen des jährlichen Quds-Marsches um die Dämonisierung Israels und der Machterhaltung des islamistischen Regimes, der Verbreitung seiner Ideologie in der Region und im Ausland. Für die Islamische Republik Iran ist Antisemitismus seit der Gründung im Jahr 1979 zentraler Bestandteil der Staatsideologie. Erst in diesem Jahr sprach der als gemäßigt geltende Präsident Hassan Rohani von einer Verschwörung Israels und der USA gegen den Iran und bezeichnete den jüdischen Staat bei einer Konferenz zur islamischen Einheit im November 2018 als einen „krebsartigen Tumor“.

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Antifaschistische Demonstration: Samstag 01. Juni 2019 ¦ 12.00 Uhr Auftaktkundgebung: U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße

Am 01. Juni 2019 wollen, wie in jedem Jahr, hunderte Antisemit*innen ihren Hass auf Israel und die angeblichen zionistischen Verschwörer*innen auf die Straßen Berlins tragen. Der Al Quds-Tag wurde 1979 im Rahmen der Islamischen Revolution im Iran als Feiertag ausgerufen und propagiert die Eroberung Jerusalems (arabisch: Al Quds) durch eine weltweite muslimische Allianz. Dabei wird er zum „Kampftag für die Unterdrückten der Welt“ stilisiert, an dem es gilt der „Quelle allen Übels“ entgegenzutreten: dem „Krebsgeschwür“ Israel (Hassan Rohani, 2018). Auch außerhalb des Irans finden an diesem Tag jedes Jahr Veranstaltungen statt.

Der Al Quds-Tag dient einzig der Propagierung der explizit antisemitischen sowie LGBTIQ*-feindlichen und misogynen Staatsideologie des Iran. Frauen* werden beim Sorgerecht, Scheidungen und der Reisefreiheit entmündigt und somit zu Menschen zweiter Klasse gemacht, die strukturell durch den Staat und die Gesellschaft sexualisierter Gewalt ausgeliefert sind. Homosexualität gilt neben der Abkehr vom Glauben als schwerstmögliches Verbrechen und kann durch öffentliche Hinrichtung bestraft werden.
Deutschland zählt nach wie vor zu den wichtigsten Handelspartnern des Iran, zu den Protesten iranischer Regimegegner*innen verliert die deutsche Regierung jedoch kein Wort.

Deutschland, das sich gerne als fortschrittlichen Aufarbeitungsweltmeister gibt, scheut sich dagegen nicht mit einem antisemitischen, LGBTIQ*-feindlichen Regime, wie dem im Iran, Geschäfte zu machen. Besonders die iranischen Frauen* nehmen eine bedeutende und sichtbare Rolle in dieser Protestbewegung gegen dieses Regime ein. Sie wehren sich gegen ihre Unterdrückung durch das öffentlich Abnehmen des Kopftuchs oder Tanzen auf der Straße und nehmen dafür immer wieder Haftstrafen in Kauf.

Nicht nur am Al Quds-Tag, sondern auch an jedem anderen Tag des Jahres gilt es, sich jeglicher Form von Sexismus und Patriarchat, Antisemitismus und Antizionismus entgegenzustellen.
Solidarität mit Israel und den emanzipatorischen Kräften im Iran!
Kein Friede mit Deutschland!


Kommt zur antifaschistischen Demonstration!
01.Juni 2019, 12 Uhr
U-Bhf Wilmersdorfer Str.

Update: Aktionskarte für den 9. Juni online

Update zur Demoroute des bürg. Bündnis gegen den Quds-Marsch: Anders als auf der alten Karte eingezeichnet endet die Demonstration nicht am Breitscheidplatz, sondern weiter südlich in Richtung Route des Quds-Marsches Joachimstaler Straße/Ecke Lietzenburger Straße.