Solidarität mit den emanzipatorischen Kämpfen im Iran!

 

Nieder mit der Islamischen Republik, dem Patriarchat und LGBTIQ*-Feindlichkeit! 
Der gewaltsame Tod der kurdischen Iranerin Mahsa (Jina) Amini durch das islamistische Folterregime und die Verurteilungen zum Tode der beiden lesbischen LGBTIQ*-Aktivistinnen Zahra Sehighi Hamadani und Elham Choubdar führen im Iran gerade zu Protesten, die sich über das ganze Land ausweiteten.
Auf der Beerdigung von Amini nahmen etliche Frauen ihre Zwangsverschleierung ab, um gegen die frauenverachtende Politik des Regimes zu protestieren.

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Zum Al Quds-Tag 2022

Bereits im März wurde bekannt, dass die Anmeldung für den diesjährigen Al Quds-Marsch am 30. April 2022 durch Berlin-Charlottenburg erneut zurückgezogen wurde. Eine Begründung für dieses Vorgehen steht von Seiten der organisierenden „Quds AG“ in Berlin weiterhin aus, sodass sich weiterhin die Frage stellt, ob die Absage einem möglichen Verbot des Marsches am Kurfürstendamm zuvorkommen wollten, die Pandemie oder andere organisatorische Gründe eine Rolle spielten, den Marsch zum dritten Mal in Folge nicht stattfinden zu lassen. Wie bereits in den vorherigen Jahren war aber festzustellen, dass sich einzelne Aktivitäten erneut in den digitalen Raum verlegten. So fand bereits am 23. April ein „Online-Quds-Tag“  für den deutschsprachigen Raum statt. Diese antiisraelische Online-Veranstaltung wurde von dem „Muslim-Markt“-Betreiber Javuz Özoğuz, der bereits als Parolen-Rufer bei früheren Quds-Märschen in Berlin aufgefallen war, auf einem  YouTube-Kanal ausgestrahlt. Bei der Veranstaltung wurde ein Beitrag eingespielt, der symbolisch zwei Regimeanhänger*innen zeigte, wie sie auf dem Kudamm spazierten sowie weitere Einspieler von Veranstaltungen in Bochum, Delmenhorst und Hannover. [1]

Zeitgleich fanden an dem Wochenende jedoch auch auf den Straßen Berlins antisemitische Veranstaltungen statt. Als Anlass diente dabei erneut eine vorgeschobene Solidarität mit Palästina und die sog. „Israelkritik“, die sich wie bei einem Demonstrationszug am 23. April von Kreuzberg nach Neukölln, in der antisemitischen Gleichsetzung des demokratischen Israels mit dem nationalsozialistischen Deutschland oder in „Drecksjuden“-Rufen zeigt. Auch Pressearbeit wurde verhindert und Journalist*innen angegriffen. [2] Die zahlreichen Märsche in den vergangenen  Wochen zeigen, dass es kaum einen Unterschied macht, ob die Versammlungen durch das iranische Regime, durch Netzwerke der islamistischen Hamas organisiert werden oder, wie bei der Demonstration am 23. April in vermeintlich linken Kreisen durch Initiativen wie „Palästina Spricht“ und mit ihnen verbundenen Gruppen mobilisiert wird. Der Anlass antisemitische Parolen auf die Straße zu tragen ist wie bei den aktuellen Auseinandersetzungen zu Ramadan um den Tempelberg – der eine wochenlange Terrorserie mit der Ermordung zahlreicher Israelis voran ging – weiterhin zweitrangig.

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Berliner Quds-Marsch 2022 abgesagt. Still stay tuned!

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Anmeldung für den diesjährigen Al Quds-Marsch am 30. April 2022 durch Berlin-Charlottenburg erneut zurückgezogen wurde. Wir als das Antifaschistische Berliner Bündnis haben bereits in dem Aufruf für dieses Jahr geschrieben, dass unsere Haltung gegen jeden Antisemitismus und die Solidarität mit emanzipatorischen Kämpfen für uns als Antifaschist*innen mehr als ein flüchtiges Statement ist. Nicht nur am Al Quds-Tag, sondern auch an jedem anderen Tag des Jahres gilt es, sich jeglicher Form von Antisemitismus und Antizionismus, Sexismus und Patriarchat entgegenzustellen.

Zur Zeit befinden wir uns weiterhin in der Planung, wie wir den bisher weiterhin abgesagten Quds-Marsch auch am angekündigten Tag selber thematisieren werden. Weiterhin fest stehen aber unsere bisher schon angekündigten inhaltlichen Veranstaltungen für dieses Jahr:

21. April 2022 – Iranische Zustände. Zwischen Antisemitismus, deutschem Appeasement und feministischen Kämpfen. Ein Gespräch mit Mina Ahadi und Matthias Küntzel
19.00 Uhr – Hörsaal H 0110 – TU Berlin, Straße des 17. Juni 135 (Berlin-Charlottenburg)

28. April – Pro Kopftuch und kontra Abtreibung. Über die Frauenverachtung von christlichem und islamischem Fundamentalismus in zunehmend autoritären Zeiten. Vortrag und Diskussion mit Koschka Linkerhand
20.00 Uhr – loge. – Kinzigstraße 9 (Berlin-Friedrichshain)

18. Mai – Zwischen „Profitgier“ und „Weltverschwörung“. Was falscher Antikapitalismus mit Antisemitismus zu tun hat.
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
19.00 Uhr – k-fetisch – Wildenbruchstr. 86 (Berlin-Neukölln)

Über alle weiteren Termine informieren wir euch in der kommenden Zeit. Stay tuned!

Kein Al Quds-Tag 2022!

 

Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus!

30. April 2022 um 14:00 Uhr
Antifaschistische Kundgebung
U-Bhf. Adenauerplatz (Berlin-Charlottenburg)

Am 30. April 2022 wollen auch in diesem Jahr mehrere hundert Antisemit*innen zum sogenannten Al Quds-Tag in Berlin aufmarschieren. Sie demonstrieren für eine Eroberung Jerusalems (arabisch: Al Quds) und die Vernichtung Israels.

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Solidarität mit Israel – an jedem Tag im Jahr!

Die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas hat nicht lange gezögert, den Konflikt in Jerusalem als Ausrede zu nutzen, um ihre Aggressionen und Angriffe gegen Israel und die israelische Bevölkerung erneut zu intensivieren. In den vergangenen Tagen wurden etwa 1.600 Raketen aus Gaza auf Israel geschossen. Nur den Sicherheitsvorkehrungen des israelischen Staates, wie dem Raketenabwehrsystem Iron Dome, den Warnsystemen und den public shelters überall im Land ist es zu verdanken, dass es bisher nicht noch mehr Todesopfer gab. Dabei darf nicht vergessen werden, dass jede einzelne von der Hamas abgeschossene Rakete der konkrete Versuch ist, Jüd*innen und andere israelische Bürger*innen zu ermorden.
Für uns ist eines ganz klar: Das Existenzrecht Israels bedeutet auch, dass Israel selbstverständlich das Recht hat, sich selbst zu verteidigen, sich gegen die mörderischen Aggressionen zu wehren und die eigene Bevölkerung zu schützen. Dies gilt uneingeschränkt sowohl für die Wehrhaftigkeit gegen die stetigen Auslöschungsfantasien des Irans, aufgrund derer wir uns seit über zehn Jahren als Bündnis zusammenfinden, als auch gegen die mörderischen Angriffe der Hamas. Trotz der Differenzen zwischen dem schiitischen Regime in Teheran und der sunnitischen Hamas sind sich diese in ihrem Hass auf Israel, die USA und den Westen einig. Die Raketen, die die Hamas in den vergangenen Tagen auf israelische Städte geschossen hat, werden mit Hilfe aus dem Iran hergestellt: Teheran unterstützt den Bau der Waffen sowohl finanziell als auch mit dem nötigen Know-How. Hamas-Mitglieder werden zudem im Iran und im Libanon ausgebildet.
Die Reaktionen in der deutschen Presse und vor allem der radikalen Linken auf die Eskalation machen, wie schon bei früheren Konflikten, den antizionistischen Konsens in großen Teilen der deutschen Bevölkerung deutlich.

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Kein Al Quds-Tag! Statement zu der Absage 2021

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass die Anmeldung für den diesjährigen Al Quds-Marsch am 8. Mai 2021 durch Berlin-Charlottenburg zurückgezogen wurde. Wir als das Antifaschistische Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag haben uns daher dazu entschlossen, nicht weiter zu unseren Protesten gegen den antisemitischen Aufmarsch zu mobilisieren. Stattdessen werden wir euch in den folgenden Tagen über weitere (Gedenk-)Veranstaltungen und Proteste gegen Antisemitismus informieren, die ebenfalls am 8. Mai stattfinden werden und euch auch weiterhin die lesenswerten Beiträge in unserer kürzlich erschienenen Broschüre vorstellen [1].

Gleichzeitig wollen wir die Umstände dieser Absage aus unserer antifaschistischen Perspektive jedoch nicht unkommentiert lassen. Die Akteur:innen des Quds-Marsches folgen in ihrem Handeln offensichtlich vor allem dem islamistischen Regime im Iran, das alle Veranstaltungen zum diesjährigen Quds-Tag ebenfalls vor kurzem mit Verweis auf die Corona-Pandemie abgesagt hatte. Infolge dessen werden sich auch die Veranstaltenden des Berliner Marsches als vermeintlich besonders verantwortungsbewusst präsentieren können [2] und ihre antisemitischen, islamistischen und antifeministischen Botschaften in den sozialen Medien und den Moscheen des iranischen Regimes verbreiten können. Währenddessen werden vor allem aus der deutschen Politik wieder Stimmen laut, die es begrüßen, dass „Berlin dieses Mal politischem Schaden entgangen“ sei und die weiterhin vor allem ein Verbot des jährlichen Aufmarsches fordern.

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Broschüre 2021

Wir freuen uns riesig euch unsere neue Broschüre zum Al Quds-Tag vorstellen zu können. Sie versammelt insgesamt 14 Beiträge rund um den Al Quds-Tag und den Kampf gegen Antisemitismus, Islamismus und Patriarchat. Ihr könnt die Broschüre online auf unserem Blog lesen oder auch in gedruckter Form bei uns bestellen. Gerne verschicken wir auch größere Mengen an euren Infoladen, eure Lesekreise oder Polit-Gruppen.